Fading Snowflake


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Offenheit

Welche Kategorie wohl am besten zu dem Eintrag passt, der jetzt folgt? Trauer, Ende, Veränderung, Leere? Passt alles. Aber auch Hoffnung. Und da hoffen etwas gutes ist, habe ich mal das ausgewählt

  Nun ist es passiert. Ich versuche mir helfen zu lassen. Zum ersten Mal in meinem Leben, zum ersten Mal seit meinem ersten Wunsch zu sterben im Alter von 12 Jahren habe ich Menschen an meinen Gedanken teilhaben lassen. Ihnen gesagt, dass ich es nicht alleine schaffe. Meinen Eltern und danach ein paar ausgewählten Freunden. Ich fühle mich so leer. So ausgekotzt. Als wäre da nichts mehr übrig in mir.

Neues Jahr. Neue Chance. Neuer Anfang. Helft mir. Bitte...

Die Reaktionen waren positiver als erwartet. Viel positiver. Professionelle Hilfe werde ich auch ausprobieren. Vielleicht bringt es ja was. Aber so geht es nicht mehr weiter. Alleine werde ich es aus diesem Loch nie heraus schaffen. Mich jeden Tag schlecht fühlen, jeden Tag sterben zu wollen.

Wer weiß, wie das ganze jetzt weitergehen kann. Aber immerhin geht es weiter. Immerhin wissen die Menschen um mich herum, warum ich teilweise so eigenartig handele.

Meiner ehemals "besten Freundin", der auch vor kurzem ein ganzer Eintrag gewidmet wurde, habe ich alles erzählt. Das war schön. Die ältere Schwester.

Die jüngere, über die ich noch nicht schreiben konnte, war der Auslöser. Der Tropfen, der das Fass überlaufen ließ. Der letzte Schlag ins Gesicht.

Bitte lass sie in Ruhe, habe ich gesagt. Du würdest mich sehr verletzen. Er sagte, er würde es für mich lassen. Wir umarmten uns. Er hat gelogen.

Warum er sie nicht haben darf? Ich weiß es nicht genau. Weil ich sie nicht haben konnte? Weil er schlecht für sie ist? Weil ich sie beschützen will? Vielleicht alles ein bisschen.

Ich bin nicht in sie verliebt oder will sonst was von ihr. Zumindest glaube ich das. Sie ist einfach etwas ganz besonderes für mich. Ich wünschte, sie wäre so, wie ich mir eingebildet habe, dass sie wäre.

Lieb, nett, unschuldig, anständig. Die perfekte Frau. Meine perfekte Frau. Für die Zukunft. Sie war es nie und sie wird es nie sein.

Jetzt kann ich auch sagen, warum ich dachte, dass sie in mich verliebt war. Sie macht einfach gerne mit Typen auf Partys rum. Aber so bin ich nicht. Das will ich nicht mehr, das kann ich nicht mehr.

Was aus ihm und mir wird, weiß ich noch nicht. Ich bin nicht wütend auf ihn. Nichtmal richtig enttäuscht. Was aber soll mir das denn sagen? Vermutlich, dass er gar kein echter Freund war. Ein falscher. Vermutlich, dass ich ihn nie wieder "Freund" nennen kann. Vielleicht auch, dass das ganze gar nicht so schlimm war. Ich bin nicht in sie verliebt. Mir könnte es egal sein. Ist es aber nicht.

Letztlich hat es einen positiven Effekt gehabt. Aber kein Aufbruch ohne Abschied. Ich werde es ihm noch einmal alles erklären, damit er versteht. Und dann werde ich mich verabschieden. Denn ich kann das nicht mehr. Ich hoffe er versteht es.

Das ist vielleicht der Tiefpunkt. Mein Leben war ein stetiges Auf und Ab. Es wird Zeit für Beständigkeit. Zeit dafür, ein echtes Leben anzufangen. Zeit für ein Leben, das nicht im Zeichen des Todes steht.

Aber noch muss ich mich davon erholen. Noch liege ich fast den ganzen Tag im Bett und schlafe. Ich bin zu schwach um jetzt schon Aufzustehen. Aber bald ist es wieder so weit.

Dann wird sich zeigen, was ich daraus gelernt habe. Und wie es weitergehen kann.

Aber das wichtigste ist, dass es weiter geht...

20.12.09 22:34
 


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