Fading Snowflake


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Ich nenne es Karma

Webblogeintrag Nummer 29 also. Ich hatte mir vor diesem hier erst einmal eine Pause verordnet. Je mehr ich in letzter Zeit gebloggt habe, desto stärker nahm die Qualität der Einträge ab, muss ich sagen. Mag daran liegen, dass ich nichts mehr zu erzählen habe. Irgendwie ist mittlerweile alles so gleichgültig geworden. Keine unnötige Bewegungen, keine unangenehmen Gedanken mehr. Suizidwunsch wird zur völligen Leere. Die Ruhe vor dem Sturm mal wieder. Bald fängt wieder alles in mir an zu schreien. Bald will wieder alles herausbrechen aus meinem Körper. Ich bin so müde... dieser ewige Kreislauf. Wie kann ich ihn durchbrechen?

 Einen weiteren Tag verloren. Ein weiteres Jahr verloren. 'Fühlt es sich falsch an den ganzen Tag im Bett zu verbringen', hat sie gefragt. Nicht falscher als alles andere auch. Ich bin so erschöpft davon, handeln zu müssen. So erschöpft davon, mich zu rechtfertigen. Ziele zu verfolgen, zu hoffen und zu verlieren. Und all diese Nadelstiche... Vielleicht wird es Zeit von hier fortzugehen. Verrückt, diese Welt. So viel Hektik, so viele Lügen, so viel Schmerz und Enttäuschung. Aber wo kann einer wie ich denn hingehen?

 All diese vereinzelten Hoffnungsschimmer auf dem Weg waren auch nie mehr als Seifenblasen - Träume, die irgendwo unterwegs zerplatzten. Und alles, was mir je Hoffnung geben wird, wird zerplatzen. Dennoch werde ich weitermachen. Man mag es Schicksal nennen. Ich nenne es Karma.

Noch bin ich nicht so weit. Aber es gibt sie, diese eine Aufgabe, die noch auf mich wartet. Und dieses eine Mal werde ich nicht versagen. Denn genau dafür bin ich noch hier. Es wird Zeit.

31.1.10 15:10


Farben sehen

Es reicht mir mit dieser ganzen Achterbahnfahrt. Mal nichts als den Tod wollen, mal das Gefühl haben, dass alles auf einmal blendend läuft. Genau dieses Schwarz-Weiß-Sehen hat mich doch in diese Situation gebracht.

Kaum habe ich den Gedanken zu Ende gebracht, dass es wieder bergauf gehen wird, ist plötzlich wieder alles anders. Die Frisur doch nicht mehr so schön, die Freunde doch nicht mehr so nah, die Zukunft doch nicht mehr so rosig. Dass die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt, ist klar. Aber wie soll ich die jemals finden?

War es richtig gestern einfach zu fliehen, bevor ich diese Party betreten konnte? Meine frisch-getrennten Freunde allein reinlaufen zu lassen, nur um der allwöchentlichen Enttäuschung zu entgehen? Gut, letztlich hätte ich ihnen da drin auch nicht weiterhelfen können. Es war wohl besser. Mir ging es heute zwar schlecht, aber wenn ich mich an die meisten anderen Sonntage meines Lebens erinnere, war das nicht übel.

Den ganzen Tag im Bett verbracht. Mit nichts. Nichtmal gedacht habe ich. Es war leer. Ist es die Art, mit der ich mein Leben verbringen soll? Als leere Hülle? Ist das der "normale" Weg?

Wieso träume ich so viel von ihr? Ich kenne sie nicht einmal. Verdammt, ich habe dir gesagt, dass du mich mit Frauen in Ruhe lassen sollst. Aber er muss es ja immer weitermachen. Alles in mir schreit danach, dieses Mädchen kennenzulernen. Ich starre ihr Bild an. Ich kenne sie nicht. Aber ich bilde mir jetzt schon ein sie zu lieben. Meine Güte, werde ich jetzt auch noch zu einem Stalker? Vielleicht sollte ich wieder anfangen, mich auf Frauen einzulassen. Zumindest gibt es mir Hoffnung. Und mit Hoffnung lässt es sich leben...

Wieso macht es mir schon wieder Angst, dass er sich mit ihr trifft? Sie sind befreundet. Aber er hat sie geliebt. Genau wie ich. Er darf sie nicht bekommen. Ich habe solche Angst. Meine Reaktion würde alles umwerfen. Für immer. Bitte tu mir das nicht an. Ich bin so. Ich kann nicht anders. Ich bin ein scheiß Egoist.

Und in all diesen Dingen sehe ich wieder nur das Extreme. Ganz oder gar nicht. Mit vollem Herzen oder vor der Verantwortung fliehen. Liebe oder Leere. Glück oder Tod. Mich zerfrisst dieser Hang zur Perfektion. Die Angst vor der Mittelmäßigkeit. Nichts ist mir gut genug, aber trotzdem will ich alles. So wird das nichts. Immer nur Schwarz-Weiß-Sehen wird mich nie zufrieden stellen. Es gibt so viele schöne Farben dazwischen. Ich wünschte, ich könnte sie sehen.

24.1.10 23:52


Und aus der Asche ensteht neues Leben

Fast so wie früher? Es ist so wie früher. Hier sind wir drei wieder. Nein, es ist besser als früher. Ehrlicher. Reifer. Emotionaler.

Da warn wir drei also wieder vereint. Kaum kommt der eine in die Wohnung von mir, kommt von meinem Mitbewohner - den dritten im Bunde - der Hammer. Seine Freundin hat ihn betrogen, es ist vorbei. Das hat gesessen. Willst du dich betrinken? Ja das will er. Planänderung, Alkohol gekauft, was zu Essen besorgt. Und dann beginnt es. Wir drei. Wie früher. Reden über alles. Der andere erzählt auch von seinen Beziehungsproblemen. Die zwei sind nun auch schon getrennt. Später erzähle ich von meinen psychischen Schwierigkeiten.

Es fällt auch dieser Satz. Ohne euch wäre ich schon längst nicht mehr am Leben. Und es stimmt so unendlich. Und das ist Grund genug es nie so weit kommen zu lassen. Diese beiden Jungs. Das Gefühl, dass alles umsonst wäre. Dass sie denken müssten, versagt zu haben, wo sie doch alles andere als das haben.

Drei völlig betrunkene Kerle. Mal völlig ausgelassen, mal völlig sentimental. Aber dabei immer echt. Wir können voreinander weinen ohne uns zu schämen. Wir können uns all unsere Fehler eingestehen. Denn wir verstehen einander.

Jetzt sind wir hier, alle drei quasi vor dem Nichts. Alle drei wissen nicht so recht wohin. Aber immerhin sind wir nicht allein. Es kann beginnen. Ja, ich versuche es wieder. Ich versuche wieder zu leben. Was solls. Jetzt kommt bestimmt wieder meine Phase. Jetzt werde ich bestimmt endlich wieder Glück haben.

Ich bin bereit. Und ich lebe noch...

23.1.10 00:50


Fast so wie früher

Als wir drei heute so zusammen saßen, da war es fast so wie früher. Vergessen, all das Misstrauen zwischen uns. Irgendwo haben wir uns doch verloren. Auf irgendwelchen Irrwegen. Einander losgelassen ohne es zu merken. Man kann sich wiederfinden, aber es wird nie wieder so sein. So wie früher.

Damals, als wir so 14-15 waren und immer so gern zu dritt die Abende mit tiefgründigen Unterhaltungen, schlechten Fernsehsendungen, Kartenspielen, an der Konsole oder mit ner Flasche Sangria verbracht haben. Es war echt und ungezwungen, und es fühlte sich richtig an. Es war richtig. Echte Freunde. Meine ersten echten Freunde.

 Ich kann ohne Zweifel behaupten, dass ich ohne diese beiden längst nicht mehr am Leben wäre. Sie waren es, die mich aus einem tiefen Tal der Depression holten. Sie waren es, die mir ins Leben halfen. Und egal wie schlecht ich mit all diesem Leid umgehen kann, dass ich seitdem erleben musste, bin ich ihnen dafür zutiefst dankbar. So viele Dinge hätte ich nicht gesehen. So viele Gedanken nicht gedacht. So viele Momente nicht erlebt. So viele Träume nicht geträumt.

Diese Dankbarkeit mag unsinnig erscheinen, wenn man sich mein Gejammer darüber, dass ich das Leben ertragen muss, zu Gemüte führt. Selbst verstehe ich das auch nicht so ganz. Meine Gedanken sind selten konsequent. Ich weiß nur eins. So lange mich meine Beine tragen, werde ich weiterlaufen. Weiter, immer weiter. Auch unter Schmerzen. Wenn ich es keinem sonst mehr schuldig bin, dann zumindest den beiden. Nein, es war nicht umsonst, dass ihr mich da rausgeholt habt. Nichts ist umsonst.

Denn was die Zukunft bringen wird, ist noch nicht entschieden... sie ist noch nicht entschieden.

20.1.10 23:38


Spielball

Das sollte man nicht mir tun. Zumindest nicht, wenn man mir nicht wehtun will.

Wieso zeigst du mir dieses Mädchen? Wieso erzählst du mir, dass du uns gern verkuppeln würdest? Du kennst mich. Du kennst meine Vergangenheit. Nein mein Freund. Ich muss erstmal mit mir selbst ins Reine kommen, bevor ich mich wieder in irgendeiner Dame vollkommen verlieren kann. Beziehungsweise ihr den Laufpass gebe, wenn ich Angst bekomme, um am Ende zu merken, wie dumm die Entscheidung war. Oder was auch immer ich diesmal kaputt machen würde.

Und bevor ich mich daran hochziehen kann, diesmal vorzusorgen und nicht auf die Schnauze zu fliegen, fällt es mir auf. Ich habe den ganzen Tag an dieses Mädchen gedacht, dass ich nur von ein paar Bildern kenne. Und alles in mir schreit, es doch versuchen zu wollen. Nur dieses eine Mal noch. Ich bin ein emotionaler Spielball. Jedem noch so kleinen Hoffnungsschimmer gehe ich nach. Jeder noch so kleine Tiefschlag zersört mich beinahe. Was ist nur mit mir los?

Alles, was ich will, ist festgehalten zu werden. Einen Hauch von Sicherheit. Das Gefühl angekommen zu sein. Aber ich werde immer weitergespielt. Hin und her, hoch und runter. Bis ich endlich im Seitenaus lande.

19.1.10 23:43


Nein, ich ändere mich nicht

Es war einer meiner größten Fehler, mehr zu wollen als unsere Freundschaft. Nun habe ich meine zweite Chance. Ich fühle mich wieder so wie damals, als wir befreundet waren. Lebendig, irgendwie. Und was passiert? Der alte Fehler. Ich kann nicht anders. Ich lag anscheinend falsch. Sie ist keine Freundin. Sie ist mehr. Aber solange ich mich lebendig dabei fühle...

Ich habe meinen Eltern und vielen Freunden davon erzählt. Ich gehe zur Therapie. Ich habe aufgehört mich regelmäßig zu betrinken. Ich wollte versuchen da rauszukommen. Aber nun verschließe ich mich wieder. Nun will ich die Therapie schon wieder abbrechen. Nun habe ich mich wieder betrunken. Und nun habe ich die Hoffnung aufgegeben und weiß, dass ich es nicht anders will.

Denn ich bin so. Ich verändere mich nie. Dazu fehlt mir die Kraft. Egal, was ich äußerlich ändere. Egal, wie sich meine Außendarstellung ändert. Ich bin so und ich bleibe so. Und der Todeswunsch ist Teil von mir und wird es immer sein.

Manche Dinge ändern sich nie.

17.1.10 23:19


Blick nach vorn mit geschlossenen Augen

So genug mit den alten Geschichten. Sie sind eh alle langweilig und wenig besonders, abgesehen von der Art, wie ich damit umgehen kann, nämlich gar nicht.

All diese Dinge lasse ich hinter mir und auch wenn ich mich im Moment in jeder Sekunde meines Lebens vollkommen fehl am Platz fühle.

Was ich brauche ist keine Hilfe von Freunden oder Verwandten oder Therapeuten. Was ich brauche ist einfach mal eine Sache, die mich glücklich macht. Also mache ich einfach mal wieder die Augen zu die Gegenwart ist ja fast genauso frustrierend wie der längst vergangene Kram meines Lebens.

Augen zu und durch. Das ist sie, die einzige Handlungsanweisung, die ich mir selbst geben kann. Und das ist die einzige Möglichkeit meinen Tod aufzuschieben. Es ist mein eigener Rat, den ich brauche. Hier ist er. Augen zu und durch.

Genau das ist auch der Grund, warum ich mich immer so an irgendwelche Frauen klammere. Was soll ein Mensch machen, der einfach nicht mit seinem Leben umgehen kann? Einzige Chance ist es davon zu träumen, dass es besser wird.

Hier hast du mich wieder altes Leben. Ich habe versucht, dir zu entkommen ohne zu sterben. Das war nichts. Dann geht es eben so weiter. Bis zum Tod.

Und in einem Monat ist sie wieder da. Ich warte sehnsüchtig. Es gibt natürlich wieder keine realistische Chance, aber die gab es ja eigentlich nie. Was solls. Menschen wie ich verlieren nun einmal immer. Es wird sich nie ändern.

11.1.10 20:29


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